Das erste, vollständig überlieferte medizinische
Qigong - System aus dem alten China ist das
Qigong der 5 Tiere.
Hua Tuo - ein chinesischer Arzt
lebte im 2. Jahrhundert. Dieser orientierte sich
an den Bewegungen von
5 Tieren:
Tiger , Hirsch, Bär, Affe und Kranich
Er hat die inneren Strukturen der Tierbewegungen
studiert.
Die Art zu jagen, zu spielen, zu beobachten, zu
gehen, sich zu bewegen usw.
Hua Tuo hat die Funktionen ihrer Bioenergie
beschrieben und ins menschliche Verhalten
übersetzt.
Tiernachahmungen gab es schon zu Urzeiten.
Diese ursprüngliche "Wildheit", die auch im
Menschen innnewohnt, gilt es neu zu entdecken.
"Wenn man eine Krankheit hat, beginnt man mit
dem Spiel des ersten Tieres, man kommt dabei
ins Schwitzen, der Körper fühlt sich erleichtert,
und man bekommt Appetit".
(Nach Manfred Porkert: Die chinesische Medizin,
Econ 1982, Seite 303f)
Der Bär
- erscheint auf Grund seiner kräftigen und runden
Gestalt erdverbunden und stabil. Er vereint Kraft
und Weichheit.
Der Kranich
- Ein großer Vogel - der hoch in der Luft schwebt,
ist der Gegenpol zum erdverbundenen Bären.
Der Vogel -repräsentiert den leichten, luftigen
fast formlosen Yang Teil des Menschen.
Das, was von selbst aufsteigt, Weite herstellt,
uns zu Höhenflügen inspiriert.
Der Tiger
- ist charakterisiert durch seine Furchtlosigkeit -
innere Ruhe - und eine mächtige und vitale
Schnellkraft.
Der Hirsch
- eine hochragende - stolze und sehnige Gestalt.
Er wird in Verbindung gebracht mit Spannung und
Entspannung, mit dem Wechsel von Ausdehnung,
Streckung und Zusammenziehen.
Körperliche Spannung folgt dem Muster von
emotionaler Spannung, Frustation und
unterdrücktem Zorn.
Im positiven Sinn hat sie zu tun mit
Selbstbehauptung und Durchsetzungskraft.
Jiao Guori empfiehlt besonders alten Menschen
die ausdehnénden Bewegungen des Hirsches.
Das "Ziehen an den Knochen", da sich häufig die
Sehnen im Alter zusammenziehen, das
Bindegewebe locker wird und die Gefahr der
Verkrampfung besteht.
Der Affe:
Beim Spiel des Affen geht es meist recht lebhaft zu.
Kaum machen wir die ersten Affenbewegungen
setzt auch schon ein recht äffisches Benehmen
ein:
Gekicher, Gekreische, gegenseitig wird gezipft,
geneckt, herumgehupft und keiner will sich mehr
an einen geordneten Bewegungsablauf halten.
Nicht umsonst sagen die Chinesen,
daß der "Geist wie eine Horde wilder
Affen sei".
Eigentliche Aufgabe beim Spiel des Affen ist es
deshalb Ruhe in die abwechslungsreichen,
unbändigen Bewegungen und ständig
wechselnden Stimmungen zu bringen.
Es gilt die hektischen Affen in uns zu vertreiben,
das "Herzfeuer" zu beruhigen.
Dies geschieht , indem wir Phasen von lebhaften
Bewegungen mit Ruhezuständen abwechseln
und von Anfang an die Affenbewegungen aus der
Mitte, das heißt mit einer mentalen Anbindung
an das Dantian durchführen.
Qigong der fünf Tiere ist auch sehr für Kinder
geeignet.
1x jährlich gibt es dazu einen Übungstag -
zur Wiederholung und Kontrolle.
Wer an mind. 3 Tierseminaren teilgenommen hat,
kann diesen Übungstag immer kostenlos
besuchen.
Dieser findet immer im Frühjahr - Sommer im
Freien statt.
Die Seminarteilnehmer können zu jedem
beliebigen Termin einsteigen.
